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Das Zentrum f・ die Minamatakrankheit
Vom Traum zur Wirklichkeit



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Vom Traum zur Wirklichkeit

Michiko Ishimure

"Ach ja, dieses Gerede ist sowieso nur ein Traum", sagte der junge Tsuginori Hamamoto, als er im Schlaf zu sprechen begann. Die anderen Opfer an seiner Seite fuhren ・errascht hoch, als ob sie kampfbereit w舐en.

"Tsuginori, was ist los?", fragten sie.

"Ach, ich meine ja nur, dass dieses ganze Gerede ・er das Zentrum sinnlos ist." "Ja, ja....", war die einzige Antwort, die er auf seinen Traum bekam, und vereinzeltes Gemurmel, als sie sich wieder zum Schlafen hinlegten. Aber das Gemurmel hielt an. "Das ganze ist doch ein Traum. So etwas hat es auf der ganzen Welt noch nie gegeben." Diesmal klangen die Antworten schon ・erzeugter, als alle zustimmten. "Ja, ja, ja..."

Ehe sie einschliefen, stimmten sie alle in dieser Nacht darin ・erein, dass die Hoffnung auf ein Zentrum nichts als ein Traum w舐e. Doch hatten sie alle in den vergangenen beiden Jahren dar・er gesprochen. Vielleicht hatte der Schmerz der ungewissen Hoffnung auf die Errichtung eines Zentrums f・ die Minamatakrankheit mittlerweile sogar die Tr舫me der Opfer beeinflusst. Denn sie suchten nichts anderes, als das Gespr臘h - untereinander, miteinander, mit sich selbst - sie suchten so sehr, dass sie sogar im Traum davon sprachen.

Es war die Nacht vor der endg・tigen Entscheidung des Gerichtes in Kumamoto, mit der dieser lange Rechtsstreit endlich enden sollte. Daher lasst uns nun in dieser Nacht in die Herzen der Opfer sehen.

"Wie knnen wir nur allen danken, die uns so geholfen haben, wenn dieser Kampf endlich ・erstanden ist?" "Meine Beine sind gel臧mt und ich kann mich nicht bewegen, doch bin nicht nur ich betroffen, nein, auch meiner Familie geht es von Tag zu Tag schlechter. Ich glaube, wenn dieser Kampf vorbei ist, wird auch die Aufrichtigkeit unserer Unterst・zer sich in Luft auflsen. Denn schon jetzt hassen uns die Nachbarn, da wir wohl Geld bekommen werden. Falls das Gericht zu unseren Gunsten entscheiden sollte, werden sie uns ob unseres neuen Reichtums verachten. Diejenigen, die uns unterst・zt haben, werden sich neuen Aufgaben widmen.

Es w舐e schn, wenn es das Zentrum geben w・de, aber wahrscheinlich w・den wir deswegen noch mehr gehasst werden. So viele Leute haben uns geholfen, aber sollen wir uns wirklich immer auf diese Weise an andere dranh舅gen? Es ist wirklich zuviel verlangt, dass uns die Leute nicht verlassen sollen. Meine Eltern und Kinder sind tot und auch ich bin gestorben und nur durch die Gnade anderer und meine s・dige Lust am Leben, kam ich in diese Welt zur・k. Ich wei゚ nicht, wie lange ich es noch ertrage, eine Belastung f・ Fremde zu sein. Ich mchte nicht dauernd andere um Hilfe bitten, damit sie mir auf diese Weise helfen und ich kann sie nicht um Dinge bitten, die ich selber tun m・ste."

"Die Aussicht auf das Zentrum ist nach wie vor nichts weiter, als ein Traum und der Teil des Traumes, den man noch nicht sehen kann, ist ein Teil dieser schrecklichen Welt, in der nur das Geld z臧lt. Wir seufzen auf, aber mehr knnen wir auch nicht tun. Obwohl durch den Traum von diesem Zentrum bislang niemand von uns geheilt worden ist, bauen wir es in unseren Tr舫men Stein f・ Stein auf, rei゚en es wieder ab und bauen es erneut auf. Dann, urpltzlich, als ob wir uns die Hand verbr・t h舩ten, wird uns wieder klar, dass es "nur ein Traum war, ach, nur ein Traum."

Ist dies alles der Weg zur Hlle...?

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